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Grundlagen
Der Begriff „Aromatherapie“ wurde vom französischen Chemiker und Parfümeur R.-M. Gattefossés (1881 – 1950) geprägt. Bei einer Explosion in seinem Labor erlitt er eine Verbrennung an den Händen. Um diese abzukühlen, tauchte er sie in eine zufälligerweise vorhandene Lavendel-Essenz. Verblüfft stellte er fest, dass die Wunde schnell heilte und kaum Narben hinterliess. Durch diese Erfahrung neugierig geworden, begann er die ätherischen Öle auf ihre Heilwirkung hin zu untersuchen. Seine Erkenntnisse veröffentlichte R.-M. Gattefossé 1937 in seinem Buch „Aromathérapie“.
Die Behandlung mit ätherischen Ölen gilt als Teilbereich der Phytotherapie . Diese Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenextrakte, die meistens durch Wasserdampfdestillation, Kaltpressung oder durch chemische Auszüge gewonnen werden. Letztere eignen sich jedoch weniger gut für die Aromatherapie.
Methode und Ziel der Behandlung
Die Anwendungen sind vielseitig, da jede Essenz andere Inhaltstoffe besitzt. Lavendel ist nicht einfach Lavendel, denn es existieren nicht nur drei verschiedene Sorten; es gibt zusätzlich Hybride (Kreuzungen), die ihrerseits unterschiedliche Inhaltstoffe haben und somit auch eine andere Wirkung erzeugen.
Ätherische Öle lassen sich als Inhalation, über die Haut (Massage, Auflage, Wickel) oder oral (durch den Mund) anwenden. Letztere (oral) ist eine französische Art der Aromatherapie und sollte nur nach Verordnung durch Ärzte geschehen.
Die Behandlung mit den Essenzen trägt nicht nur zur Entspannung bei, sie dient auch der Heilung mancher Krankheiten. So werden ätherische Öle seit langer Zeit als altbewährte Hausmittel eingesetzt.
Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Obwohl auf natürlicher Basis beruhend, sollen ätherische Öle nicht einfach bedenkenlos eingesetzt werden. Gelegentlich kommt es zu allergischen Reaktionen. Während der Schwangerschaft sind nicht alle ätherischen Öle vertretbar. Vorsicht ist zudem bei Epilepsie geboten, wo die Aromatherapie ungünstige Nebenwirkungen hervorrufen kann. Zu beachten ist, dass sich die Essenzen auf die Psyche auswirken können – insbesondere bei der Inhalation –, und dass die Wirkung einer gleichzeitig vorgenommenen homöopathischen Therapie bisweilen beeinträchtigt wird. Bei Kindern ist die Dosierung anzupassen (Gebrauchsanleitung).
Therapeuten, Ausbildung
Es besteht ein breites Angebot an Kursen und Ausbildungen für Aromatherapie, jedoch mit sehr unterschiedlichen Standards. Es ist deshalb ratsam, sich vorgängig genau zu informieren, um Gewähr zu bekommen für eine hohe fachliche Qualität. Im deutschsprachigen Raum stehen dazu folgende Institutionen zur Verfügung: Forum-Essenzia – Deutschland, SVNH (Schweizerischer Verband für natürliches Heilen) oder Erfahrungsmedizinisches Register (EMR).
Autor: vivit gesundheits ag, 2008
Der Begriff „Aromatherapie“ wurde vom französischen Chemiker und Parfümeur R.-M. Gattefossés (1881 – 1950) geprägt. Bei einer Explosion in seinem Labor erlitt er eine Verbrennung an den Händen. Um diese abzukühlen, tauchte er sie in eine zufälligerweise vorhandene Lavendel-Essenz. Verblüfft stellte er fest, dass die Wunde schnell heilte und kaum Narben hinterliess. Durch diese Erfahrung neugierig geworden, begann er die ätherischen Öle auf ihre Heilwirkung hin zu untersuchen. Seine Erkenntnisse veröffentlichte R.-M. Gattefossé 1937 in seinem Buch „Aromathérapie“.
Die Behandlung mit ätherischen Ölen gilt als Teilbereich der Phytotherapie . Diese Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenextrakte, die meistens durch Wasserdampfdestillation, Kaltpressung oder durch chemische Auszüge gewonnen werden. Letztere eignen sich jedoch weniger gut für die Aromatherapie.
Methode und Ziel der Behandlung
Die Anwendungen sind vielseitig, da jede Essenz andere Inhaltstoffe besitzt. Lavendel ist nicht einfach Lavendel, denn es existieren nicht nur drei verschiedene Sorten; es gibt zusätzlich Hybride (Kreuzungen), die ihrerseits unterschiedliche Inhaltstoffe haben und somit auch eine andere Wirkung erzeugen.
Ätherische Öle lassen sich als Inhalation, über die Haut (Massage, Auflage, Wickel) oder oral (durch den Mund) anwenden. Letztere (oral) ist eine französische Art der Aromatherapie und sollte nur nach Verordnung durch Ärzte geschehen.
Die Behandlung mit den Essenzen trägt nicht nur zur Entspannung bei, sie dient auch der Heilung mancher Krankheiten. So werden ätherische Öle seit langer Zeit als altbewährte Hausmittel eingesetzt.
Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)
- Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, Ängste, Unruhe und Hyperaktivität, Konzentrationsschwierigkeiten, Stress, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Ermüdung
- Entzündungen unterschiedlicher Art und virale Infekte. Ätherische Öle wirken schleimlösend, auswurffördernd sowie krampflösend.
- Schmerzstillung bei Prellungen, Quetschungen, Gelenk- und Kopfschmerzen oder Migräne
- Stärkung der Abwehrkräfte
- Ergänzende Behandlung bei Pilz- und bakteriellen Krankheiten
- Verschiedene Hauterkrankungen
- Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung, gewisse gynäkologische Beschwerden
- Abwehr von Insekten und Zecken
- Kosmetik (Essenzen sind enthalten in vielen Salben und Cremes)
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Obwohl auf natürlicher Basis beruhend, sollen ätherische Öle nicht einfach bedenkenlos eingesetzt werden. Gelegentlich kommt es zu allergischen Reaktionen. Während der Schwangerschaft sind nicht alle ätherischen Öle vertretbar. Vorsicht ist zudem bei Epilepsie geboten, wo die Aromatherapie ungünstige Nebenwirkungen hervorrufen kann. Zu beachten ist, dass sich die Essenzen auf die Psyche auswirken können – insbesondere bei der Inhalation –, und dass die Wirkung einer gleichzeitig vorgenommenen homöopathischen Therapie bisweilen beeinträchtigt wird. Bei Kindern ist die Dosierung anzupassen (Gebrauchsanleitung).
Therapeuten, Ausbildung
Es besteht ein breites Angebot an Kursen und Ausbildungen für Aromatherapie, jedoch mit sehr unterschiedlichen Standards. Es ist deshalb ratsam, sich vorgängig genau zu informieren, um Gewähr zu bekommen für eine hohe fachliche Qualität. Im deutschsprachigen Raum stehen dazu folgende Institutionen zur Verfügung: Forum-Essenzia – Deutschland, SVNH (Schweizerischer Verband für natürliches Heilen) oder Erfahrungsmedizinisches Register (EMR).
Autor: vivit gesundheits ag, 2008

