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Akupressur

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Grundlagen

Akupressur ist aus der lateinischen Sprache abgeleitet und bedeutet sinngemäss "mit einer Spitze drücken". Diese "Spitzen" können Fingerkuppen, Daumen, Handflächen oder Metallstäbchen sein, mit denen behandelt ("gedrückt") wird. Nadeln verwendet man nicht, doch steht das Verfahren der Akupunktur nahe und gehört wie jene zu den Therapiemethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die Akupressur wird wie die TCM seit vielen tausend Jahren angewandt. Sie lässt sich – anders als die Akupunktur – auch selbst durchführen.

Da die Methode auf den Grundlagen der TCM basiert, haben hier ebenfalls bestimmte Punkte (Akupunkturpunkte) auf den Meridianen besondere Bedeutung. Meridiane sind Leitbahnen, durch welche die Lebensenergie Qi fliesst, und denen Organe zugeordnet sind. Wenn der Fluss der Lebensenergie gestört ist, kann es zu Beschwerden oder Krankheiten kommen.

Im Übrigen befinden sich gewisse Akupunkturpunkte an Stellen, die zugleich in der Schulmedizin wichtig sind. An einigen befinden sich bedeutende Nervengeflechte, andere gelten als so genannte Triggerpunkte. Triggerpunkte sind Orte, an denen bestimmte Schmerzen (insbesondere von Nerven) ausgelöst werden können.


Methode und Ziel der Behandlung

Eine gut fundierte Diagnosestellung sollte zu Beginn einer Therapie stehen.
Anwendung finden verschiedene Techniken, die sich dadurch unterscheiden, womit der Druck oder die Massage geschieht, mit welcher Intensität und in welcher Art. Metallstäbchen beispielsweise werden in der Regel nur leicht über die Akupunkturpunkte bzw. die Meridiane geführt. Bei anderen Verfahren wird ein zunächst sanfter Druck nach und nach verstärkt. Neben dem Massieren und dem Ausüben von Druck ist auch das Klopfen möglich.

Besonders bei der Selbstbehandlung ist darauf zu achten, dass nicht zu stark massiert wird, weil dadurch an behandelten Stellen Taubheitsgefühle oder Wunden entstehen könnten.

Ziel der Akupressur im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin ist es, Blockaden im Fluss der Lebensenergie zu lösen oder ein Zuviel an Qi abzuleiten. So kann man das innere Gleichgewicht auf körperlicher und seelischer Ebene finden oder wieder erreichen sowie allenfalls vorhandene Beschwerden und Krankheiten mildern oder heilen.


Indikationen (Einsatzmöglichkeiten)

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Gewisse Akupunkturpunkte sollten bei verschiedenen Krankheiten nicht massiert oder stärkerem Druck ausgesetzt werden, vor allem beim Bestehen von manchen Herz-Kreislaufkrankheiten (auch Thrombose) sowie bei gewissen Infektionen, Osteoporose und frischen Wunden oder Verletzungen. Während der Schwangerschaft sind Behandlungen an einzelnen Akupunkturpunkten kontraindiziert. Bei Unklarheit ist es angezeigt, sich von einem Arzt beraten zu lassen.


Therapeuten, Ausbildung

Diverse Institutionen bieten eine Aus- und Weiterbildung an. Richtlinien zur Schulung stellen die Vereinigung der Naturärzte der Schweiz (NVS), das Erfahrungsmedizinische Register (EMR) sowie die Stiftung zur Anerkennung und Weiterentwicklung der Alternativ- und Komplementärmedizin (ASCA) auf.
Als Qualitätsmassstab kann die Zulassung zu diesen Gesellschaften dienen.


Autor: vivit gesundheits ag, 2008