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...pssst, hier meditiert ein Meister.
Info
Karta Purkh Singh ist Yoga-Lehrer,
Heilpraktiker und Vater. http://www.3ho.de.
Text: Christina Schneider
Nicht mit sich selbst in Konflikt zu stehen ist die Voraussetzung für ein stressfreies Leben. Yoga hat mich gelehrt, Prioritäten zu setzen, zu merken: Was will ich wirklich? Mit Anfang 20 war ich ein bisschen orientierungslos. Ich war Kaufmann, begann dann ein Studium. Das war nicht die Erfüllung, ebenso wenig wie Party feiern ohne Ende. An der Uni machte ich einen Yoga-Kurs und lernte, mich mit mir selbst zu beschäftigen. Ich habe das Studium abgebrochen, Yoga studiert und eine Heilpraktiker-Ausbildung gemacht.
Wie wir uns fühlen, liegt nicht am außen, sondern in der Art und Weise, wie wir Dinge annehmen und damit umgehen. Das zu spüren, ist Glück. Ich kann das immer besser wahrnehmen, bin aber nicht jeden Tag voll ausgeglichen. Deshalb ist Innehalten wichtig. Beim Yoga strebt man einen Blick auf das große Ganze an, eine Art universelles Bewusstsein für die Zusammenhänge von Individuum und Umwelt. Manchmal gehe ich die Straße entlang, und plötzlich gelingt mir kurz dieser Blick, wie aus der Vogelperspektive. Man fühlt dann Leichtigkeit, Verbundenheit zwischen Körper und Geist. Dann stolpert man vielleicht über irgendeinen Stein, und das Gefühl ist wieder weg.
Für mich selbst praktiziere ich etwa eine halbe Stunde Yoga am Tag. Besser wäre eine ganze Stunde, aber die Zeit fehlt meistens. Zur Meditation komme ich auch zu wenig. Ich habe eine kleine Tochter, da ist es zeitlich schwierig. Dabei ist es gerade im Zusammenleben mit Kindern wichtig, das eigene Zentrum zu finden, denn sie fordern uns ja eine Menge ab. Ideal ist es, sich dreimal am Tag elf Minuten zu entspannen. Dafür auf den Rücken legen, die Arme von sich strecken und sich einfach vom Boden tragen lassen. Loslassen. Das gönne ich mir täglich, meistens schaffe ich es aber nur einmal. Es ist enorm, was diese Entspannung mit einem macht. Man kreiert damit Ruhe in sich selbst, das ist etwas anderes, als wenn einen jemand von außen massiert. Man sollte dabei üben, mehr zu sein als zu tun. Also: Ich entspanne nicht, denn dann tue ich ja etwas. Ich bin einfach nur, hier und jetzt. So schaffe ich mir Oasen. Aber man muss auch versuchen, das Wasser aus diesen Oasen überallhin zu leiten.
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